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Ein Artikel von der Verbraucherzentrale vom 16.12.2019

Und meine Anmerkungen dazu

Viele Anbieter, noch mehr Tarife: Helfen sollen Vergleichsportale im Internet. So nutzen Sie sie richtig.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Um Preise vergleichen und den günstigsten Tarif finden zu können, setzt fast jeder zweite Internetnutzer auf Vergleichsportale.
  • Die Rankings auf den Preisvergleichsseiten sind jedoch manchmal nicht neutral. Sie können z.B. von Provisionszahlungen oder Geschäftsbeziehungen abhängen. Bei preisportal360.de trifft das nicht zu
  • Nutzen Sie Vergleichsportale stets kritisch. Vergleichen Sie Angebote auf verschiedenen Seiten sowie beim Anbieter selbst.
Jemand drückt auf einer Computertastatur auf eine Taste namens "Tarife vergleichen".

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momius / stock.adobe.comInhaltsverzeichnis

Mit wenigen Klicks erfahren, welcher Anbieter den attraktivsten Tarif für Kredit, Versicherung, Mobilfunk, Hotel oder Stromversorgung anbietet? Genau damit werben Vergleichsportale im Internet. Innerhalb von Sekunden sollen sie das beste und billigste Angebot für Sie finden. Übersichtlich dargestellt und vermeintlich objektiv bewertet. Doch was viele nicht wissen:

  1. Preissuchmaschinen berücksichtigen für ihre Vergleiche teilweise nicht alle Anbieter und Produkte auf dem Markt. Wie gut der Markt über Preissuchmaschinen abgedeckt ist, variiert bei verschiedenen Branchen stark. Bei Strom und Gas etwa können Sie über Vergleichsportale einen guten Überblick bekommen.
  2. Vergleichsportale zeigen bestimmte Ergebnisse besonders weit oben im Ranking oder besonders hervorgehoben an, wenn die Anbieter dafür bezahlen.
  3. Voreingestellte Filter beeinflussen Ihre Suchergebnisse. Sie passen dadurch nicht immer zu Ihrem individuellen Bedarf.
  4. Preissuchmaschinen haben nicht zwangsläufig die besten Angebote. Manchmal sind Angebote dort teurer als beim Anbieter selbst. Manchmal finden Sie über Vergleichsportale aber auch bessere Preise und Vertragsbedingungen.

Wie objektiv sind Vergleichsportale?

Preisvergleichsseiten im Internet agieren wie Makler: Sie listen manchmal nur ausgewählte Unternehmen und kassieren für jeden vermittelten Vertragsabschluss eine Provision. Die Plattformen sind also teilweise weder neutral, noch handeln sie uneigennützig.Auch das trifft bei preisportal.360 nicht zu, da wir nur amazon und ebay anbieten. Diese Anbieter legen die Provision fest, unabhängig der Vergleichsportale.
Angezeigt werden nämlich oftmals nur diejenigen Angebote, mit deren Anbietern das Vergleichsportal einen entsprechenden Vertrag hierfür geschlossen hat. Einige Preissuchmaschinen recherchieren aber auch selbst zu Angeboten und entsprechenden Tarifen.

Vermittlungsplattformen für Dienstleistungen: Nur scheinbar kostenlos

Die Marktwächter haben Online-Vermittlungsplattformen (oder auch: Vergleichsportale) für Dienstleistungen in den Bereichen Übernachtung, Mobilfunk, Stromtarif, Flug und Kredit untersucht. Das Ergebnis: Die Vermittlungsplattformen bieten Orientierung im Angebotsdschungel, sie sind aber dennoch nur eingeschränkt zu empfehlen. Denn Vermittlungsplattformen bieten ihre Dienste nur vermeintlich umsonst an.

Zwar verlangen die meisten Vermittlungsplattformen kein direktes Entgelt für ihre Leistungen. Durch verdeckte Werbeanzeigen, die Verwertung persönlicher Daten oder höhere Preise, die sich aus eingerechneten Provisionszahlungen an die Anbieter der Dienstleistungen ergeben, tragen Sie als Nutzer jedoch oft verdeckte Kosten.Bei preisportal360.de werden keinerlei Daten weitergegeben und die Preise bleiben gleich.

Zudem können auch bei Online-Vermittlungsplattformen für Dienstleistungen Provisionen das Ranking beeinflussen. Diese Auswirkungen sind für Nutzer jedoch nur schwer festzustellen.Bei uns hat die Provision keinerlei Einfluss auf das Ranking der Produkte. Ausschließlich die Kundenbewertungen dienen als Faktor.

Tückisch können bei Vergleichsportalen für Dienstleistungen auch die unklaren Vertragsverhältnisse sein. Denn bei Buchungen kommen hier meist mehrere Verträge zustande:

  • ein Vertrag mit der Vermittlungsplattform selbst
  • ein Vertrag mit dem Erbringer der eigentlichen Dienstleistung.Optional ein Vertrag mit einem Sub-Vermittler

Hierdurch können Sie nicht immer erkennen, wer bei aufkommenden Problemen bei der Durchführung einer Dienstleistung verantwortlich ist. Die undurchsichtigen Vertragsverhältnisse begünstigen, dass im Reklamationsfall die Verantwortung zwischen den Vertragspartnern hin- und hergeschoben werden kann. Das macht es für Sie schwieriger, Ihre Forderungen durchzusetzen.Das entfällt bei preisportal360.de 

Alle Ergebnisse der Marktwächter zu Vermittlungsplattformen finden Sie hier.

Tücken bei Preissuchmaschinen

Egal, ob auf der Suche nach dem günstigsten Strom-Anbieter, dem passenden Versicherungstarif oder dem besten Hotel – rund jeder zweite Internetnutzer hat schon einmal Angebote über ein Vergleichsportal verglichen. So das Ergebnis einer forsa-Umfrage aus dem Jahr 2017, die der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Auftrag gab. Die Hoffnung der Nutzer: über das Vergleichsportal das beste und günstigste Angebot finden.
Doch genau hier lauern auch die Risiken bei Preissuchmaschinen. Denn abgesehen davon, dass sie nicht den gesamten Markt abbilden, muss der günstigste Preis auch nicht dauerhaft die günstigste Lösung für Sie sein.

Preissuchmaschinen: So nutzen Sie Vergleichsportale richtig

  • Grundsätzlich: Seien Sie kritisch. Machen Sie sich bewusst, dass Preissuchmaschinen Ihnen manchmal keinen umfassenden Marktüberblick geben. Sie berücksichtigen – je nach Branche nicht immer alle Anbieter. Ein positives Beispiel sind Vergleichsportale für Strom- und Gasanbieter. Hier erhalten Sie über Preissuchmaschinen meist einen guten Marktüberblick.
  • Nutzen Sie verschiedene Vergleichsportale, um sich über Anbieter und Tarife zu informieren, bevor Sie sich für ein Angebot entscheiden. Es kann durchaus Unterschiede zwischen verschiedenen Vergleichsportalen geben. Sie berücksichtigen im Ranking möglicherweise verschiedene Tarife eines Anbieters. Einige Plattformen nutzen jedoch die gleiche Datenbasis. Das erkennen Sie vornehmlich an Hinweisen wie „powered by“ oder „sponsored by“.
  • Verwechseln Sie Vergleichsergebnisse bei Preissuchmaschinen nicht mit bezahlten Anzeigen. Überprüfen Sie stets, ob Suchergebnisse mit – meist nur unauffälligen – Zusätzen wie „Gesponsert“ oder „Anzeige“ gekennzeichnet sind. Häufig können Sie nur mit hohem Aufwand nachvollziehen, aufgrund welcher vermeintlicher Vorteile das Vergleichsportal eine „Empfehlung“ ausspricht. Bei preisportal360.de sind diese Hinweise klar und deutlich gekennzeichnet.

Vergleichsportale müssen transparenter werden

Damit Sie Vergleichs- und Buchungsportalen vertrauen können, fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) verbesserte, gesetzliche Rahmenbedingungen. So sollten etwa Provisionen oder Zahlungen der Anbieter keinen Einfluss auf die Reihenfolge des Rankings oder die Darstellung der Produkte in der Ergebnisanzeige haben. Diese Forderungen an Buchungs- und Vergleichsportale können Sie hier nachlesen.

Dieser Inhalt wurde von der Gemeinschaftsredaktion in Zusammenarbeit mit den Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen,  Rheinland-PfalzBayern und unserem Bundesverband (vzbv) für das Netzwerk der Verbraucherzentralen in Deutschland erstellt.